Man nimmt an, dass Möja schon seit dem 13. Jahrhundert bewohnt ist. Damals wurde die Insel Myghi genannt, welches aus einer Schrift des Königs Valdemar hervorgeht, in der er die Segelroute nach Möja beschreibt. Der Name Möja kommt auch in einem Kataster aus dem Jahre 1543 vor, als 11 Höfe in die Dörfer Berg, Löka, Ramsmora, Långvik und Södermöja eingeteilt wurden.
Sämtliche Dörfer wurden im Jahre 1719 niedergebrannt, als die Russen die Schäreninseln plünderten und in Brand steckten. Das einzige Gebäude, was bewahrt wurde, war die kleine Kapelle in Berg. Diese wurde 1768 abgerissen und am gleichen Platz entstand die neue Kirche. Nach dem Umbau im 19. Jahrhundert bekam sie ihr heutiges Aussehen.
Fischerei war das hauptsächliche Einkommen der Insel. Man segelte und ruderte den Fisch bis Anfang des 20. Jahrhunderts direkt zu den Märkten in Stockholm. Im Winter konnte der Transport mit Pferd und Wagen über das Eis geschehen. Die Fischerei war bis ungefähr 1980 das Haupteinkommen. Seitdem nahm der Fischfang rasch ab. Heute gibt es nur noch einen Fischer, der beruflich tätig ist.
Anfang des 20. Jahrhunderts wurden viele Erdbeeren auf der Insel gezüchtet und die Möja-Erdbeeren waren weit und breit bekannt. Heute gibt es keine "Möjabeeren" mehr zum Verkauf - man sieht jetzt nur noch viele Wiesen, die früher einmal Erdbeerfelder waren.
Möja hat ungefähr 280 Insulaner. Im Sommer vermehrt sich die Anzahl der Einwohner bedeutend. Viele arbeiten dann in verschiedenen Dienstleistungsbetrieben. Während des ganzen Jahres sind die Insulaner im Handwerksberuf tätig. Einige arbeiten auch auf Distanz. Die grössten Arbeitgeber sind jedoch das Lebensmittelgeschäft und die Schule. Möja hat eine Grundschule bis zur 9. Klasse. Es gibt sogar einen Kindergarten und eine Vorschule.
Möja ist eine ausgezeichnete Fahrrad- und Wanderinsel mit guten Wegen von Norden bis Süden. Es gibt jedoch keine angelegte Badeplätze auf der Insel.
Sie sind herzlich willkommen als Gast unserer Insel. Bitte denken Sie daran, bei Ihrem Besuch auf die Natur und Kulturlandschaft Rücksicht zu nehmen, so dass Sie die Insel bei Ihrem nächsten Besuch genauso schön wieder antreffen.
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